Red Bull Brasil

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Schaffen die Brasilianer das, was vor ihnen erst zwei Teams geschafft haben in der 41-jährigen Turniergeschichte? Reiht sich Red Bull Brasil, nach Kolding BK aus Dänemark und dem FC Southampton aus England, in die Liste der Vereine ein, die das Stemweder Turnier drei Mal in Folge gewinnen konnten?

Zuzutrauen ist den Südamerikanern dieser Coup durchaus. Denn sollte RB wie in den letzten Jahren loslegen, werden es alle anderen Mannschaften wieder extrem schwer haben, mit der Spielweise der Brasilianer klarzukommen. Der Club wurde 2007 gegründet und ist gut 100 Kilometer nördlich von Sao Paulo beheimatet. Ähnlich wie z.B. die beiden europäischen Red Bull-Clubs in Salzburg und Leipzig, bietet der Verein seinen Nachwuchsspielern beste Voraussetzungen für deren Ausbildung. So partizipieren die Brasilianer auch vom „Red Bull Global Soccer Project“, einem einmaligen und standortübergreifenden Förderungskonzept, das sowohl auf europäischer Ebene zwischen Salzburg und Leipzig funktioniert, als auch interkontinental. So wechseln beispielsweise jedes Jahr mehrere U20-Spieler von RB Brasil zum FC Liefering, dem österreichischen Ableger von RB Salzburg, in die dortige zweite Liga.

Auch Lucas Xavier Urias, der sich 2016 mit Red Bull Brasil den Sieg beim U19-Turnier in Stemwede holte, wechselte so aus Südamerika in Richtung Europa, sammelte Spielpraxis und Erfahrungen in Österreich und ging dann wieder zurück in die U20 von RB Brasil. Bekanntestes Beispiel dürfte allerdings Bernardo von RB Leipzig sein, der aus der U19 von Red Bull Brasil zunächst nach Österreich und dann weiter nach Leipzig in die Bundesliga wechselte. Red Bull Brasil landet zwei Tage vor dem Stemweder Turnierstart in Deutschland, reist nach dem „Volksbank-Cup 2018“ weiter nach Salzburg, um dort im Nachwuchszentrum von RB Salzburg ein Trainingslager abzuhalten, bevor die Mannschaft am 18. Mai Richtung Holland startet, um dort am U19-Turnier in Uitgeest teilzunehmen.