Hamburger SV

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Würden es die Profis doch so machen wie der Nachwuchs im Verein, dann würde der Bundesliga-Dino nicht so tief im Liga-Schlamassel stecken. Denn anders als die Profis, zeigen die Jugendmannschaften des Hamburger SV ein vollkommen anderes Gesicht.

Seit der Installation von Bernhard Peters als „Direktor Sport“ im Jahr 2014 ist ein klares Nachwuchskonzept zu erkennen. Das Nachwuchsleistungszentrum wurde im Sommer 2017 um die Alexander-Otto-Akademie erweitert, so dass fortan die eigenen Toptalente direkt neben dem Volksparkstadion wohnen. Prominentester Bewohner ist Jann-Fiete Arp, der im vergangenen Jahr noch für die U19 in Stemwede am Ball war. Heute ist er mit gerade einmal 18 Jahren fester Bestandteil der Bundesligamannschaft und gilt nicht nur als Paradebeispiel für eine erfolgreiche Spielerausbildung, sondern auch als eines der begehrtesten Talente Europas. Auch ohne Arp verläuft die Saison für die U19 in der A-Junioren-Bundesliga Nord/Nordost herausragend: die jungen Rothosen liefern sich an der Tabellenspitze einen Dreikampf mit Hertha BSC und dem SV Werder Bremen. Sollten der HSV oder der SVW die Staffel als Meister beenden, könnten sie nicht am Turnier in Stemwede teilnehmen. In diesem Fall stünde Hamburgs Stadtrivale FC St. Pauli als Nachrücker in den Startlöchern.

In jedem Fall wäre die Teilnahme des HSV eine enorme Bereicherung für das Turnier, landeten die Hanseaten bei ihren vorherigen vier Auftritten in Stemwede doch jedes Mal unter den Top 3. Trainer Daniel Petrowsky kann dabei auf etliche Junioren-Nationalspieler zurückgreifen. Dazu gehören die mit einem Profivertrag ausgestatteten Tobias Knost und Patric Pfeiffer, sowie auch Josha Vagnoman, der Anfang März sein Bundesligadebüt feiern durfte.