Glasgow Rangers

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Nach 21 Jahren Abstinenz ist beim diesjährigen U19-Turnier in Stemwede endlich mal wieder ein schottisches Team dabei. Wie schon 1996 heißt das Team Glasgow Rangers. Die Rangers sind eines der populärsten Clubs aus Schottland und haben mit 54 Meistertiteln so viele Landesmeisterschaften geholt wie kein anderes Team weltweit. Nach einer Insolvenz im Jahr 2012 und dem Zwangsabstieg, kämpfte sich die erste Mannschaft aus der vierten Liga wieder zurück ins schottische Fußballoberhaus, die „Scottish Premiership“.

Im Leistungsbereich der Nachwuchsabteilung verfolgen die Rangers ein interessantes Model. Anstatt sich im U20-Bereich in der Meisterschaft auf nationaler Ebene zu vergleichen, reist die Mannschaft mit ihrer „Development Squad“ durch Europa, um sich dort in Freundschaftsspielen und auf Turnieren mit anderen Topclubs zu messen. Anfang des Jahres spielte Glasgow beispielsweise auf dem nagelneuen Bayern-Campus in München und besiegte die Bayern in deren neuem Leistungszentrum mit 2:1. Weitere Spiele gegen z.B. Manchester United, Paris St. Germain, FC Kopenhagen oder den FC Tokio stehen noch bis zum „Volksbank-Cup 2018“ auf dem Plan. Ziel ist es zum einen, den Spielern zusätzliche Wettkampf-Erfahrungen außerhalb Schottlands zu bieten, die ihnen beim Wechsel vom Akademie-Fußball in den Profifußball helfen sollen. Zum anderen soll verhindert werden, dass der schottische Fußballnachwuchs den Anschluss an die europäische Elite verliert.

Die Akademie der Rangers ist die erfolgreichste in Schottland und im Murray Park-Fußballzentrum untergebracht. In direkter Nachbarschaft zum Profiteam wird dort der Rangers-Nachwuchs ausgebildet. Seit der Inbetriebnahme im Jahr 2001 durchliefen annähernd 2000 Spieler die Rangers-Akademie. Mehr als 50 schafften den Sprung in die erste Mannschaft. Zuletzt Ross McCrorie (Jahrgang 1998), Danny Wilson (inzwischen gewechselt in die MLS), Billy Gilmour (Jahrgang 2001, verkauft an den FC Chelsea) oder Barry Mckay (mittlerweile verkauft an Nottingham Forrest).